Führerausweis Kategorie B: Auto fahren lernen in der Schweiz
Kategorie B ist der Auto-Führerausweis: Personenwagen bis 3'500 kg, Lernfahrausweis ab 17. Hier siehst du den kompletten Weg vom Nothelferkurs bis zur Prüfung – mit Kosten, Fristen und Regeln.
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Das Wichtigste in Kürze
Sieben Fakten zur Kategorie B – die Details folgen weiter unten.
Ab 17 Jahren
Den Lernfahrausweis gibt es ab 17. Unter 20 gilt eine Lernphase von 12 Monaten vor der Prüfung.
Das darfst du fahren
Motorwagen bis 3'500 kg Gesamtgewicht mit höchstens 8 Sitzplätzen (ohne Führersitz) – plus Anhänger bis 750 kg.
Lernfahrausweis: 24 Monate
Er ist 24 Monate gültig und lässt sich nicht verlängern. Maximal zwei Lernfahrausweise sind möglich.
Mit Begleitperson üben
Deine Begleitperson ist mindestens 23 und hat den B-Ausweis seit mindestens 3 Jahren – definitiv, nicht auf Probe.
Prüfung: 60 Minuten
Ein Experte des Strassenverkehrsamts prüft dich 60 Minuten, davon mindestens 45 im Verkehr. 2025 haben 67 % bestanden.
3 Jahre Probezeit
Nach der Prüfung fährst du 3 Jahre auf Probe und besuchst innert 12 Monaten den eintägigen WAB-Kurs.
Vier Kategorien inklusive
Mit B darfst du auch B1, F, G und M fahren. Und den 125er (A1) gibt es nach dem 12-Stunden-Grundkurs prüfungsfrei dazu.
Im Video erklärt
Was darfst du mit Kategorie B fahren?
Kategorie B deckt den Alltag ab: vom Kleinwagen über den Lieferwagen bis zum Wohnmobil – solange das Gesamtgewicht 3'500 kg nicht übersteigt.
| Fahrzeug oder Gespann | Mit Kategorie B erlaubt? |
|---|---|
| Personenwagen und Lieferwagen bis 3'500 kg (max. 8 Sitzplätze ohne Führersitz) | Ja |
| Dreirädrige Motorfahrzeuge bis 3'500 kg | Ja |
| Anhänger bis 750 kg | Ja |
| Anhänger über 750 kg, wenn das Gesamtzugsgewicht höchstens 3'500 kg beträgt | Ja |
| Gespann mit Gesamtzugsgewicht über 3'500 kg | Nein – dafür brauchst du Kategorie BE |
| Kleinbus mit mehr als 8 Sitzplätzen | Nein – das ist Kategorie D1 |
| Wohnmobil über 3'500 kg | Nein – das ist Kategorie C1 |
Faustregel für Anhänger: Bis 750 kg bist du mit B immer dabei; bei schwereren Anhängern zählt das Gesamtzugsgewicht von höchstens 3'500 kg. Einen Überblick über alle Ausweiskategorien findest du auf unserer Seite Führerausweis Schweiz.
Mindestalter: ab 17 – mit einer Regel für unter 20-Jährige
Seit 2021 kannst du das Autofahren schon mit 17 lernen. Für junge Lernfahrer gibt es dabei eine wichtige Frist.
Den Lernfahrausweis Kategorie B erhältst du ab dem 17. Geburtstag; zur Theorieprüfung darfst du sogar schon einen Monat vorher antreten. Erhältst du den Lernfahrausweis vor deinem 20. Geburtstag, musst du ihn mindestens 12 Monate besitzen, bevor du an die praktische Prüfung darfst. Wer den Lernfahrausweis erst nach dem 20. Geburtstag bekommt, hat keine Mindest-Lernphase.
Rechenbeispiel: Startest du mit 17, kannst du die praktische Prüfung frühestens mit 18 ablegen.
Der Weg zum Führerausweis B: Schritt für Schritt
Sechs Stationen – so kommst du in der Schweiz zum Auto-Führerausweis.
Nothelferkurs
Absolviere den Nothelferkurs bei einem anerkannten Anbieter. Das Zertifikat darf beim Gesuch höchstens 6 Jahre alt sein.
Sehtest und Gesuch
Mach den Sehtest bei Optiker oder Arzt (höchstens 24 Monate alt) und reiche das Gesuch um den Lernfahrausweis bei deinem Strassenverkehrsamt ein.
Basistheorieprüfung
50 Fragen in 45 Minuten, höchstens 15 Fehlerpunkte. Lerntipps und Anmeldung: Theorieprüfung Auto.
Lernfahrausweis und üben
Der Lernfahrausweis ist 24 Monate gültig – verlängern geht nicht, maximal zwei sind möglich. Übe privat mit Begleitperson und ergänze gezielt Fahrstunden.
VKU besuchen
Der Verkehrskundeunterricht (VKU) dauert 8 Stunden in 4 Doppellektionen und ist unbefristet gültig. Heute Pflicht vor der praktischen Prüfung – ab 2027 schon vor der Theorieprüfung.
Praktische Prüfung
Meist meldet dich dein Fahrlehrer an, sobald du prüfungsreif bist. Alles zum Prüfungstag liest du im Ratgeber Praktische Autoprüfung.
Lernfahrten: die Regeln für deine Begleitperson
Auf privaten Lernfahrten sitzt eine Begleitperson neben dir – sie muss vier Bedingungen erfüllen.
- Mindestens 23 Jahre alt
- Seit mindestens 3 Jahren im Besitz der Kategorie B – definitiv, nicht mehr auf Probe
- Die Handbremse muss vom Beifahrersitz aus leicht erreichbar sein
- Hinten am Auto: das blaue Schild mit weissem «L»
Pflicht-Fahrstunden gibt es für Kategorie B keine – vorgeschrieben sind nur Nothelferkurs, Sehtest, Theorieprüfung und VKU. Die meisten kombinieren trotzdem privates Üben mit professionellen Fahrstunden für Manöver, Autobahn und Prüfungsvorbereitung. Bei DriveLab vergleichst du Fahrlehrer in deiner Region und buchst online.
Die praktische Prüfung: das Wichtigste vorab
Die praktische Führerprüfung Kategorie B dauert 60 Minuten – seit dem 1. März 2024 fährst du davon mindestens 45 Minuten im öffentlichen Verkehr.
Geprüft wirst du von einer Verkehrsexpertin oder einem Verkehrsexperten des Strassenverkehrsamts – deine Fahrlehrerin fährt nicht mit. Seit dem 1. Juli 2025 gehören auch die Fahrassistenzsysteme deines Prüfungsautos zum Prüfungsstoff. Und die Prüfung hat es in sich: 2025 haben schweizweit 67 % bestanden, rund ein Drittel fällt durch.
Alles zum Prüfungstag an einem Ort: Ablauf, Manöver, häufige Fehler, Gebühren und Wiederholung.
Nach der Prüfung: 3 Jahre Probezeit und WAB-Kurs
Bestanden? Dann darfst du sofort alleine fahren – zuerst aber mit dem Führerausweis auf Probe.
Der Führerausweis auf Probe gilt 3 Jahre. In den ersten 12 Monaten besuchst du den obligatorischen WAB-Kurs, einen eintägigen Weiterausbildungskurs. Hast du ihn absolviert, bekommst du den unbefristeten Führerausweis nach Ablauf der Probezeit automatisch zugeschickt.
Verpasst du den WAB, erlischt nach der Probezeit deine Fahrberechtigung. Bei einer Widerhandlung mit Ausweisentzug verlängert sich die Probezeit um ein Jahr; beim zweiten Entzug wird der Ausweis annulliert – einen neuen Lernfahrausweis gibt es frühestens ein Jahr später und nur mit positivem verkehrspsychologischem Gutachten.
Wichtig in der Probezeit: Für Neulenker:innen gilt praktisch ein Alkoholverbot – statt der allgemeinen 0.5-Promille-Grenze sind nur 0.1 Promille erlaubt. Alle Grenzwerte, Bussen und ein Promille-Rechner: Promillegrenze Schweiz.
Auch sonst zählt in der Probezeit jeder Verstoss: Was Tempo-, Handy- und Parkverstösse kosten – und ab wann statt der Ordnungsbusse eine Anzeige mit Ausweismassnahmen droht – zeigt unser Bussenrechner mit komplettem Bussenkatalog. Die Parkscheiben-Regeln der Blauen Zone gehören ebenfalls zum Alltagswissen für Neulenker.
Was kostet der Führerausweis Kategorie B?
Die amtlichen Gebühren unterscheiden sich je nach Kanton deutlich: Die praktische Prüfung kostet in Zug CHF 90, in St. Gallen CHF 150.
| Posten | Gebühr | Beispiele (Stand Juli 2026) |
|---|---|---|
| Basistheorieprüfung | ca. CHF 30–36 | BE, AG, ZG, SG: CHF 30 · ZH: CHF 36 |
| Lernfahrausweis | ca. CHF 20–30 | AG, BE: CHF 20 · ZG: Papier CHF 30, digitaler eLFA kostenlos |
| Praktische Prüfung | CHF 90–150 | ZG 90 · AG 125 · LU 130 · BE 132 · ZH 134 · SG 150 |
| Führerausweis im Kreditkartenformat | ca. CHF 25 | AG: CHF 25 |
| Nothelferkurs, VKU, Fahrstunden | je nach Anbieter | Preise variieren nach Region – vergleichen lohnt sich |
Dazu kommen je nach Kanton kleinere Posten wie Gesuchs- oder Zulassungsgebühren (ZH: CHF 40). Das meiste Budget geht aber nicht an Gebühren, sondern an Kurse und Fahrstunden – genau dort lohnt sich der Vergleich am meisten.
Diese Kategorien sind in B eingeschlossen
Mit der bestandenen Autoprüfung bekommst du vier weitere Kategorien automatisch dazu.
| Kategorie | Das darfst du damit fahren |
|---|---|
| B1 | Klein- und dreirädrige Motorfahrzeuge bis 670 kg Leergewicht |
| F | Motorfahrzeuge bis 45 km/h (ausser Motorräder) |
| G | Land- und forstwirtschaftliche Motorfahrzeuge bis 30 km/h |
| M | Mofas |
Spannend für viele: der Weg zum 125er. Als B-Inhaber erhältst du die Motorrad-Kategorie A1 prüfungsfrei – du absolvierst nur den 12-stündigen Motorrad-Grundkurs (PGS). Beachte: Dein Lernfahrausweis A1 gilt dabei nur 4 Monate, plane den Kurs also früh ein. Mehr zur leichten Unterkategorie liest du im Hub Kategorie B1.
Änderung ab 2027: VKU vor der Theorieprüfung
Der Bundesrat hat am 19. Dezember 2025 eine Reform der Fahrausbildung beschlossen.
Ab dem 1. Januar 2027 musst du den VKU besucht haben, bevor du dich zur Theorieprüfung anmelden kannst – heute ist er erst vor der praktischen Prüfung Pflicht. So kannst du das Verkehrskunde-Wissen schon ab der ersten Lernfahrt anwenden. Neu behandelt der VKU auch den sicheren Umgang mit Fahrassistenzsystemen, und seine Inhalte können in der Theorieprüfung abgefragt werden.
Für dich heisst das: Startest du deine Ausbildung noch 2026, gilt die heutige Reihenfolge. Wie Übergangsfälle rund um den Jahreswechsel gehandhabt werden, klärst du am besten beim Strassenverkehrsamt deines Kantons.
Häufige Fragen zur Kategorie B
Was darf ich mit dem Führerausweis Kategorie B fahren?
Ab welchem Alter bekomme ich den Lernfahrausweis Kategorie B?
Wie lange ist der Lernfahrausweis B gültig – und kann ich ihn verlängern?
Wer darf mich auf Lernfahrten begleiten?
Muss ich die Theorieprüfung wiederholen, wenn mein Lernfahrausweis abläuft?
Was kostet der Führerausweis Kategorie B insgesamt?
Was passiert nach der bestandenen Prüfung?
Darf ich die Prüfung mit einem Automat-Auto ablegen?
Kann ich mit dem Auto-Ausweis Motorrad fahren?
Was ändert sich ab 2027 bei der Ausbildung?
Bereit für deine erste Fahrstunde?
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Rechtsstand: Verkehrszulassungsverordnung (VZV, SR 741.51); Kategorien-Fakten gemäss
fuehrerausweise.ch (asa), Erfolgsquoten gemäss
asa-Prüfungsstatistik 2025, Reform 2027 gemäss
astra.admin.ch.
Gebühren sind kantonale Beispiele (Stand Juli 2026); verbindliche Auskünfte gibt das Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons.
Zuletzt aktualisiert: 2026-07-22.