Kategorie B Führerprüfung

Autoprüfung Kategorie B Schweiz: Ablauf, Prüfungsinhalt und Check

Die praktische Autoprüfung prüft nicht, ob du eine Route auswendig kannst. Sie prüft, ob du das Fahrzeug vorbereitest, im Verkehr selbstständig entscheidest, sicher beobachtest und Manöver kontrolliert ausführst. Dieses Curriculum fasst die Kategorie-B-Anforderungen aus den Prüfungsrichtlinien verständlich zusammen.

Aktualisiert: 28. Mai 2026

Fahrschülerin und Fahrlehrer an einer Schweizer Kreuzung bei der Vorbereitung auf die Autoprüfung Kategorie B
Prüfungsdauer mind. 60 Min.

Inklusive Begrüssung und Verabschiedung; Prüfungsfahrt und Manöver dauern mindestens 45 Minuten.

Voraussetzung LFA + VKU

Du brauchst einen gültigen Lernfahrausweis Kategorie B oder B1 und den absolvierten Verkehrskundekurs.

Prüfungsfahrzeug Kat. B

Ein Motorwagen der Kategorie B, maximal 3500 kg und maximal acht Sitzplätze ausser dem Führersitz, mindestens 120 km/h.

Kern der Bewertung sicher

Entscheidend sind Fahrzeugbeherrschung, Blicksystematik, Voraussicht, Vortritt und ruhige Entscheidungen.

Kategorie-B-Curriculum

Was die Autoprüfung konkret prüft

Das PDF wird nicht veröffentlicht. Die relevanten Punkte der Richtlinie Nr. 7 sind hier als verständliches Kategorie-B-Curriculum zusammengefasst.

1. Vor der Fahrt

  • Lernfahrausweis und VKU müssen gültig beziehungsweise erledigt sein.
  • Sitz, Spiegel, Gurt, Kopfstütze und Türen werden korrekt eingestellt und kontrolliert.
  • Reifen, Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Blinker, Warnanlage und Flüssigkeiten können stichprobenweise Thema sein.
  • Fahrerassistenzsysteme und fahrzeugspezifische Einstellungen werden sinnvoll und sicher verwendet.

2. Fahrzeug in Bewegung setzen

  • Wegfahren aus Parkposition und aus dem Verkehr ohne unnötige Behinderung.
  • Anfahren, Schalten oder Automatikbedienung, Anhalten und Sichern in Ebene, Steigung und Gefälle.
  • Fahrzeug auf geraden Strassen und bei Engstellen sicher führen.
  • Situativ passende Nutzung von Getriebe, Rekuperation oder Elektroantrieb.

3. Verkehrssituationen lösen

  • Kreuzungen und Einmündungen anfahren, beurteilen und überqueren.
  • Rechts- und Linksabbiegen, Spurwechsel und Fahrstreifenwahl mit richtiger Blickreihenfolge.
  • Stop, Kein Vortritt und Kreisverkehr mehrfach sicher lösen.
  • Spezielle Strassenteile wie Fussgängerstreifen, Bahnübergänge, Tram- und Bushaltestellen berücksichtigen.

4. Überland und Autobahn

  • Haupt- und Nebenstrassen mit 80 km/h sicher befahren.
  • An parkierten, haltenden oder langsameren Fahrzeugen vorbeifahren und überholen, wenn es möglich und sinnvoll ist.
  • Autobahn: korrekt einfahren, Abstand halten, überholen wo nötig und sinnvoll, richtig ausfahren.
  • Geschwindigkeit, Beschleunigung, Platzverhältnisse und Sicht jederzeit vorausschauend einschätzen.

5. Manöver

  • Mindestens zwei spezielle Manöver werden stichprobenartig geprüft.
  • Rückwärtsfahren geradeaus, in Kurven oder beim Abbiegen an Verzweigungen.
  • Wenden mit Vorwärts- und Rückwärtsgang.
  • Parkieren parallel, schräg oder senkrecht und Parkplatz verlassen, auch in Steigung oder Gefälle.
  • Genaues Anhalten, mögliche Notbremsung um ca. 50 km/h und Fahrzeug gegen Wegrollen und Diebstahl sichern.

6. Bewertung

  • Der Experte achtet auf sichere Fahrzeugbeherrschung und Reaktion auf Anweisungen.
  • Blicksystematik, Blicktechnik und Voraussicht sind ausdrücklich prüfungsrelevant.
  • Andere Verkehrsteilnehmer dürfen nicht gefährdet und nicht unnötig behindert werden.
  • Nach kleinen Fehlern zählt, ob du ruhig korrigierst und wieder kontrolliert weiterfährst.
Praktische Einordnung

Was im echten Verkehr zählt

Prüfungsreife ist Wiederholbarkeit

Eine gute Fahrstunde reicht nicht. Prüfungsreif bist du, wenn du dieselben Situationen an verschiedenen Tagen stabil löst: Vortritt, Blicktechnik, Tempo, Einspuren, Autobahn, Parkieren und Korrekturen.

Die Route ist nur das Trainingsfeld

Prüfungsorte haben typische Situationen, aber die Prüfung ist keine auswendig gelernte Runde. Entscheidend ist, dass du Regeln und Beobachtung auch auf unbekannte Varianten überträgst.

Manöver sind Sicherheitsaufgaben

Beim Parkieren, Wenden oder Rückwärtsfahren zählt nicht Perfektion auf den ersten Versuch. Zuerst kommt Rundumblick, dann ruhige Bewegung, dann Korrektur ohne Hektik und ohne unnötige Behinderung.

Fahrerassistenzsysteme helfen nur, wenn du sie beherrschst

Der Experte kann situativ über den Einsatz von Assistenzsystemen entscheiden. Du solltest wissen, was aktiviert ist, was das System kann und wann du selbst verantwortlich eingreifen musst.

Die letzte Lektion ist keine Rettungsaktion

Kurz vor der Prüfung stabilisierst du Routinen. Neue Themen, hektisches Nachholen und dauerndes Coaching erhöhen Druck. Sinnvoller ist eine Simulation mit ruhiger Nachbesprechung.

Kleine Fehler sind nicht automatisch das Ende

Ein misslungenes Parkmanöver oder ein nervöser Moment kann korrigierbar sein. Kritisch wird es, wenn daraus Gefährdung, unnötige Behinderung oder Kontrollverlust entsteht.

Assistenz ersetzt keinen Rundumblick

Spurassistent, Parksensoren, Rückfahrkamera oder Tempomat können helfen. An der Prüfung zählt trotzdem, dass du Spiegelblick, Schulterblick, Rundumblick und eigene Entscheidungen bei Vortritt oder Gefahr sichtbar beherrschst.

Tesla und moderne Autos bewusst vorbereiten

Rekuperation, Kameras, Sensoren und Warnanzeigen sind nur dann ein Vorteil, wenn sie vertraut sind. Du solltest vor der Prüfung wissen, welche Systeme aktiv sind, wo ihre Grenzen liegen und wie du jederzeit ruhig selbst übernimmst.

Visuelle Prüfungspunkte

Die Prüfung beginnt vor dem ersten Meter

Fahrschülerin stellt Spiegel und Sitz vor der praktischen Fahrprüfung Kategorie B ein
Fahrzeug vorbereiten Sitz, Spiegel, Gurt, Kopfstütze, Türen und Grundkontrollen gehören zur prüfungsreifen Routine.
Fahrschülerin fährt mit Fahrlehrer durch eine Schweizer Verkehrssituation vor der Kategorie-B-Prüfung
Blicktechnik im Verkehr Prüfungsreif fahren heisst, Fussgängerstreifen, Vortritt und Anweisungen früh zu erkennen und ruhig umzusetzen.
Parkier- und Wendemanöver als Teil der Kategorie-B-Fahrprüfung in der Schweiz
Manöver kontrolliert lösen Mindestens zwei Manöver werden stichprobenartig geprüft, immer mit Rundumblick und ohne unnötige Behinderung.

Nutze das vor der nächsten Fahrstunde

Die Liste ist bewusst konkret: Jeder Punkt kann in einer Fahrstunde oder privaten Lernfahrt beobachtet werden.

  • Sitz, Spiegel, Gurt, Kopfstütze und Türen ohne Hilfe korrekt einstellen
  • Reifen, Beleuchtung, Blinker, Bremsen, Lenkung und Flüssigkeiten grob erklären können
  • Spiegel, Signal und Schulterblick vor jedem Spurwechsel automatisiert anwenden
  • Stop, Kein Vortritt, Rechtsvortritt und Kreisel wiederholt ruhig lösen
  • Überland mit 80 km/h vorausschauend, spurtreu und mit passendem Abstand fahren
  • Autobahn: Einfahrt, Abstand, Überholen und Ausfahrt sicher beherrschen
  • Rückwärtsfahren, Wenden und Parkieren mit Rundumblick und ruhigen Korrekturen ausführen
  • Anfahren, Anhalten und Sichern in Steigung und Gefälle beherrschen
  • Fahrerassistenzsysteme kennen und nicht blind darauf vertrauen
  • Nach einem Fehler mental im nächsten Verkehrsmoment bleiben
  • Grenzen von Kamera, Sensoren und Spurassistent kennen
  • Rückfahrkamera oder Parksensoren nur mit sichtbarem Rundumblick nutzen
  • Warnungen ruhig einordnen und selbst verantwortlich bleiben
  • Tesla-Bedienung und Rekuperation vor der Prüfung routiniert beherrschen

Bist du bereit für eine Prüfungssimulation?

Markiere nur Punkte, die du in Fahrstunden oder privaten Lernfahrten wiederholt ohne Coaching gezeigt hast.

0/8 Noch nicht prüfungsreif: Arbeite zuerst gezielt an den offenen Grundlagen.
FAQ

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Autoprüfung Kategorie B?

Die Richtlinie sieht mindestens 60 Minuten inklusive Begrüssung und Verabschiedung vor. Prüfungsfahrt und Manöver dauern zusammen mindestens 45 Minuten.

Welche Manöver kommen an der Kategorie-B-Prüfung?

Mindestens zwei Manöver werden stichprobenartig geprüft. Dazu gehören Rückwärtsfahren, Wenden, Parkieren, genaues Anhalten, mögliches Notbremsen und Fahrzeug sichern.

Wird Autobahnfahren geprüft?

Autobahnfahren kann Teil der Prüfung sein, sofern es verfügbar und sinnvoll ist. Wichtig sind Einfahrt, Abstand, Spurwahl, Überholen und Ausfahrt.

Was passiert, wenn ein Parkmanöver nicht sofort klappt?

Ein Korrekturzug ist nicht automatisch ein Problem. Kritisch wird es, wenn du ohne Rundumblick korrigierst, andere unnötig behinderst oder hektisch wirst.

Darf ich Fahrerassistenzsysteme verwenden?

Der Verkehrsexperte kann situativ über den Einsatz entscheiden. Du solltest die Systeme kennen, richtig bedienen und jederzeit selbst verantwortlich fahren.

Muss ich das PDF der Prüfungsrichtlinien mitbringen?

Nein. Das PDF wird hier nicht veröffentlicht und ist nicht für Fahrschüler bestimmt. Die relevanten Inhalte sind in diesem Curriculum verständlich zusammengefasst.

Ist Tesla für die Fahrprüfung ein Nachteil?

Nein, wenn du das Fahrzeug sicher beherrschst. Rekuperation, Bedienung und Anzeigen müssen so vertraut sein, dass sie dich nicht ablenken.

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